
Später wurde die Bundeslade im 1. Tempel am Platz der ersten Kirche „St. Maryam“ aufbewahrt, nach 325 n. Chr. im 2. Tempel, nach 400 n. Chr. in dem heute noch stehenden Bau auf den Mauern jenes Tempels.
Prof. Dr. Ziegert und seine Mitarbeiter untersuchen seit 1999, teilweise unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die C. Nordmann-Mission, in Axum den Beginn des Äthiopischen Staates und der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche. Im Mittelpunkt der Feldforschung 2008 stand die Fragestellung: „Wie kam im 10. Jh. v. Chr. das Judentum nach Äthiopien, und wo ist die Bundeslade heute?“ Die nun vorliegenden Ergebnisse weisen darauf hin, dass mit der Bundeslade und dem Judentum ein bis nach 600 n. Chr. praktizierter Sothis-Kult nach Äthiopien kam, für den die Sirius Zeichen, die Orientierung aller Kultbauten zum Sirius-Aufgang und aufgefundene Reste von Rinder-Opfern charakteristische Merkmale sind.
Folgende Fotos können bei Prof. Dr. Ziegert oder bei der Pressestelle der Universität Hamburg angefordert werden:
„Altar“ mit Basaltsäulen S und N, Orientierung Ost, 18o Süd zum Sirius-Aufgang im 10. Jh. v.Chr., im Palast des Königs Menelek. Rechts ein Mauerfundament des Palastes der ‘Queen of Sheba’, (Königin von Saba) Aufnahme H. Ziegert.
Blick auf Axum-Dungur, südl. Richtung: Palast 600-640 n.Chr. (Ausgrabung F. Anfray 1966-68); darunter ein Palast aus dem 10. Jh. v.Chr., nach kurzer Zeit abgetragen und neu errichtet in der Orientierung des Sirius: die Paläste der ‘Queen of Sheba’ und ihres Sohnes Menelek.
Südlich der Straße der gleichzeitige Stelenfriedhof, Aufnahme S. Ziegert
Mauerblock mit Opfer (Schaf über Mensch) im Palast des Königs Menelek aus dem 10. Jh. v.Chr., Aufnahme H. Ziegert
Mauerblock über einem Opfer (Kuh mit 3 Keramikschalen, darüber ein Kalb) in einem Vorratsraum des Palastes 600-640 n.Chr.: Traditionen des Osiris-Kults bis in christliche Zeit? Aufnahme H. Ziegert
Universität Hamburg
Für Rückfragen:
Prof. Dr. Helmut Ziegert
Universität Hamburg
Archäologisches Institut
Tel.: (040) 428 83-2006/ 2050/ 2233
E-Mail: ziegert@uni-hamburg.de









